"werk, bauen + wohnen" debatiert über den SNBS

Neuer Hauptsitz der Schweizerischen Post, WankdorfCity (Quelle: Losinger Marazzi)

In der Architekturzeitschrift „werk, bauen + wohnen“ (wbw) wurde eine kleine, aber interessante Debatte zum Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) lanciert. Es geht dabei um die Frage, ob und wie das Bauen nach dem Standard, die Architekt/-innen bei der (Entwurfs-)Arbeit und beim Konzept beeinflusst. Der erste Beitrag stammt vom wbw-Redaktor und Architekten Tibor Joanelly. Die Replik kommt vom Architekten und Professor Hanspeter Bürgi.

Joanelly setzt sich kritisch, wenn auch nicht ohne Wohlwollen mit dem SNBS auseinander. Sein Hauptargument ist, dass allein schon das Umschreiben von Prozeduren das Entwurfshandwerk politisch instrumentiere und die Suche nach Lösungen ausserhalb der Norm erschwere.

Bürgi hat an der Entwicklung des SNBS mitgearbeitet. Er wirderum findet, der Standard behindere die Architekten keineswegs im Entwurfshandwert, sondern sieht ihn vielmehr als Instrument zur Förderung qualitätsvoller Architektur und zur Sicherung der Baukultur. Der SNBS biete Anreize, Spielerisches, Forschendes und Experimentelles im Entwurf zu berücksichtigen.

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