Veranstaltungsarchiv

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Swissbau 2020: Qualitäten 2000-Watt-Areale und SNBS 2.0 Hochbau

Swissbau 2020: Qualitäten 2000-Watt-Areale und SNBS 2.0 Hochbau

Am 16. Januar 2020 fand im Rahmen des Swissbau Focus der Workshop „Qualitäten 2000-Watt-Areale und SNBS 2.0 Hochbau“ statt. Der einstündige Workshop gab den Besuchern einen Einblick in die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden bewährten Labels. Darüber, dass die beiden Labels „2000-Watt-Areal“ und „SNBS 2.0 Hochbau“ sich gegenseitig ergänzen und stärken, waren sich die Referenten und die Referentin einig.

Francine Wegmüller, Regionalleitung 2000-Watt-Areale Romandie, präsentierte die Stärken der beiden Labels anhand des Projekts „Eglantine“. Mit einer Vergleichsmatrix der beiden Labels wurden zudem die Besonderheiten, Gemeinsamkeiten und Chancen klar aufgezeigt. Die Übersicht verdeutlichte, dass es nur sehr wenige bis keine Überschneidungen zwischen 2000-Watt-Areal und SNBS 2.0 Hochbau gibt.

Die beiden Labels ergänzen sich dennoch – aber wie? Sie schaffen es, die optimale Verbindung zwischen Gebäude und Areal/Quartier herzustellen und somit entscheidende Massstäbe für eine nachhaltige und gesunde Entwicklung zu setzen. Urs-Thomas Gerber von CSD Ingenieure präsentierte den Besuchern die entsprechenden Kriterien für eine erfolgreiche Entwicklung. Dazu zählte Gerber die Wichtigkeit einer Durchmischung von Wohnungen in verschiedenen Preisklassen sowie das Angebot an Quartierläden, Büroflächen und verschiedenen öffentlichen Plätzen.

Da die Labels noch viel Potenzial bieten, können auch ganze Gemeinden und Städte davon profitieren und nachhaltige Strategien entwickeln. Dies zeigte die Präsentation von Heinz Wiher, dem Leiter der Energiefachstelle der Stadt Winterthur. Wiher illustrierte seine Ausführungen anhand des Beispiels der Stadt Winterthur, die seit 2007 über den Status "Energiestadt Gold" verfügt. Der Vortrag stellte klar, dass die Schweiz ihre Klimaziele nur erreichen kann, wenn sie auf Vielfalt und Nachhaltigkeit setzt und Jung und Alt, ÖV und Privatverkehr, Holz und Backstein, Sonne und Wasser zusammenbringt. In diesem Sinne bilden die beiden Zertifikate 2000-Watt-Areal und SNBS 2.0 Hochbau zusammen das ideale Tool, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Peter Wenig, in der Stadt St. Gallen zuständig für  Energie, Baubiologie und nachhaltiges Bauen, stellte einige bewährte und erfolgreiche Projekte seiner Stadt vor. St. Gallen setzt die Nachhaltigkeitskonzepte basierend auf SNBS um und verfolgt dabei die drei Fokuspunkte „Pragmatische Vorgehensweise“, „Partizipation so früh wie möglich“ und „Fokus auf einzelne Kriterien“.

Fazit

Beide Labels sind bewährte und etablierte Lösungen. Man kann zusammenfassend sagen, dass der SNBS 2.0 Hochbau ein Label für Gebäude ist, das die hohen Anforderungen der drei Bereiche Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt erfüllt. Demgegenüber stellt ein 2000-Watt-Areal (im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft) hohe Ansprüche an Energie, Treibhausgasemissionen und soziale Begegnungen.

Die beiden Labels haben also verschiedene Visionen, die sich aber gegenseitig ergänzen. Zwar sind keine direkten Synergien bei gleichzeitiger Bearbeitung vorhanden – doch ein SNBS-Gebäude profitiert, wenn es in einem 2000-Watt-Areal liegt, und ein 2000-Watt-Areal profitiert, wenn ein SNBS-Gebäude in seinem Perimeter steht.

Präsentationen der Veranstaltung «Qualitäten 2000-Watt-Areale und SNBS 2.0 Hochbau»

Vergleich am Beispiel Eglantine, Morges
Francine Wegmüller, Direction romande du projet Site 2000 watts

Erfahrungen eines Planers
Urs-Thomas Gerber, Geschäftsleiter Areale und Gebäude CSD Ingenieure

Öffentliche Hand: Sichtweise, Erfahrungen und Absichten zum SIA Effizienzpfad Energie und 2000-Watt-Areal
Heinz Wiher, Leiter Energiefachstelle Stadt Winterthur

SNBS in der Stadt St.Gallen: Anwendungen - Erfahrungen - Absichten
Peter Wenig, Nachhaltiges Bauen, Baubiologie, Energie Stadt St. Gallen

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Frau Herr